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Brøndby IF - FC Kopenhagen
3:1 (2:1)
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Sonntag, 06.10.2019, 14:00 Uhr, Brøndby Stadion, Brøndby
Superliga, Saison 2019/2020, 12. Spieltag
Zum Abschluss unserer Tour ging es zum Slaget om København, in der Heimat von Brøndby Idrætsforening kam es zum ewigen Duell gegen den FC Kopenhagen. Unser Ziel erreichten wir, für Ciabatttaverhältnisse, sehr frühzeitig, gleichwohl war bereits die gesamte Straße an der Autobahnabfahrt vollgeparkt, trotzdem können wir hier gerne den Sydgårdsvej als kostenneutrale Parkmöglichkeit in der Nähe der Autobahnabfahrt "Brøndbyvester" von der A21 kommend empfehlen. In 15 Minuten ist man am Brøndby Stadion und kommt nach Abpfiff staufrei weg.
Eine Menge Gewusel rund ums Stadion machten Vorfreude auf das Duell. Etwas irritiert war ich, als ich am Eingang gebeten wurde mein Basecap abzunehmen, da wohl eine Art Gesichtserkennung erfolgte. In den letzten Jahren eskalierte die Situation rund ums Spiel des Arbeiter(Vorort)clubs gegen das Team aus der Hauptstadt und man kann wohl froh sein, dass hier überhaupt noch Gäste zugelassen sind. Am Ende gewann aber dann doch die Einsicht, dass Fußball ohne Fans scheiße ist, vor allem für das Vermarkten der etwas drögen Superliga in Dänemark.
Die Mannschaften liefen zeitlich getrennt aufs Grün, sodass sich der Heimanhang erst mal schön auf das Bepöbeln der Gäste konzentrieren konnte, bevor die favorisierte Elf das Spielfeld betrat. Habe ich so auch noch nicht gesehen, hat aber was. Spannender wurde es dann bei der Choreo auf der Sydsiden, da beim Hochziehen der Blockfahne der mittlere Teil nicht aufzog, während bereits die ersten Bengalen links und rechts hinter dem Banner angerissen wurden. Am Ende ergab sich aber doch ein schönes Bild, was nach dem Halbzeitpfiff durch weitere Fackeln auf der gesamten Hintertortribüne abgerundet wurde. Positiv, dass die Zuschauer den Tifo durchweg feierten und sich keiner am Nebel hochzog. Negativ fielen die Gäste auf, die sinnbefreit beim Gegentor versuchten (oder zumindest einer) provozierende Zuschauer mit LaBombas zu bewerfen. In unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Ordner ging das Ding dann hoch und der nahestehende Ordner unmittelbar zu Boden, was diverse Gespräche am Zaun und eine doch angespannte Lage nach sich zog. Zum Ende des Spiels kloppte man sich dann auch noch gegenseitig eins an die Rübe im Gästesektor, warum war allerdings aus der Entfernung nicht auszumachen.
Die Heimelf dominierte das Spiel und gewann am Ende sicher 3:1, was für ausgelassene Stimmung sorgte. Für uns hieß es sich nach dem Schlusspfiff in Richtung Gedser aufmachen, planten wir doch eine Fähre früher als gebucht in Richtung Heimat zu nehmen. 10 min vor Boardingende war aber durch die elektronischen Schranken kein Durchkommen und auch der dänische Vertreter Mensch am Schalter hatte kein Erbarmen mit der armseeligen Hopperfraktion, die doch eigentlich nur in Richtung Rostock und weiter wollte. Aber Economy heißt nun mal economy, sein Angebot für 170 Euro ein Fährticket zu erwerben lehnten wir leise weinend dankend ab. So hieß es die letzten Bier- und Konservenreserven vernichten und weitere 2 h Stunden unseres Lebens dem sinnlosen Warten auf Nichts zu schenken. Trotzdem ging es unter der Woche zum nächsten Kick.
Ticket folgt...
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Statistik:
Tore:
1:0 (06. Min., Simon Hedlund),
2:0 (23. Min., Kamil Wilczek),
2:1 (30. Min., Andreas Maxsø, Eigentor),
3:1 (76. Min., Kamil Wilczek)
Schiedsrichter:
Jørgen Daugbjerg Burchardt (Stadt/Verein)
Zuschauer:
21.746 Brøndby Stadion, Brøndby
Aufstellung:
Brøndby IF:
Marvin Schwäbe - Anthony Jung - Hjortur Hermannsson - Sigurd Rosted - Andreas Maxsø - Dominik Kaiser (69. Min., Morten Frendrup) - Josip Radošević - Simon Hedlund (80. Min., Jesper Lindstrøm) - Hany Mukhtar (88. Min., Samuel Mráz) - Kamil Wilczek - Kevin Niclas Mensah
FC Kopenhagen:
Karl Johan Johnsson - Pierre Bengtsson (80. Min., Guillermo Varela Olivera) - Andreas Bjelland - Karlo Bartolec - Victor Nelsson - Rasmus Falk Jensen - José Carlos Gonçalves Rodrigues - Viktor Fischer - Jens Stage - Nicklas Bendtner (68. Min., Pieros Soteriou) - Michael Nicolás Santos Rosadilla
 
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