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Hertha BSC - Hamburger SV
0:1 (0:0)
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Donnerstag, 19.05.2022, 20:30 Uhr, Olympiastadion, Berlin
Relegation Bundesliga, Saison 2021/2022, Hinspiel
Relegation Abschaffen!

Am 29. Spieltag der 2. Bundesliga hatte der Dino aus Hamburg noch 7 Punkte Rückstand auf (damals) den Stadtteilrivalen und Platz 3. Am letzten Spieltag sicherte man sich mit dem Sieg im Ostseestadion die Relegation gegen die Windhorstverlierer von der Spree, die ihrerseits alles gaben, um endlich die Liga zu wechseln. Das Momentum also auf Seiten der Rothosen.
Für 15,- € bot sich die Möglichkeit dabei zu sein – die Fahrt kostete ein Vielfaches, aber klar will man dabei sein – muss man sich andere Wege überlegen den Preis zu drücken. Dank des am Wochenende stattfindenden DFB-Pokalfinales und der entsprechenden Zusatztribüne im Bereich des Marathontors wurde die Kapazität des Olympiastadions auf 75.500 Zuschauer erhöht. Davon am Ende sicherlich so zwischen 15.000-16.000 für den HSV. Herrlich, was der Fußball immer für einen gesellschaftlichen Bodenschatz an die Oberfläche spült. Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein. Hier in Berlin mit Hamburg als Gast wird das Ganze dann nochmal multipliziert. Man denke sich einfach den Alex und Hans-Albers Platz morgens um 03 Uhr.
Die Nordtribüne Hamburg zum Anpfiff mit einer netten (und gelungenen) Choreo, nur irgendwie ist ein Großteil der sog. (Erfolgs)Fäns aus der „schönsten Stadt der Welt“ (hüstel, hüstel) etwas limitiert, so wurden die ersten Pappen bereits 10 Minuten vor dem Einlaufen der Teams hochgehalten. So lange hält natürlich kein Wessiultra durch die Arme hochzuhalten, dass die Choreo zum Anpfiff noch komplett ist. Spruch („Mit Leidenschaft und Kamp – zurück zu altem Glanz“) zeigten schon die Supporters des großen SC Paderborns vor einigen Jahren – so dass sich im Netz schon wieder mal über eine Choreografie des HSV lustig gemacht werden musste. Mit Pyro sah das Ganze aber schon gut aus. Hertha beließ es mit der schlichten, aber in meinen Augen imposanten Ostkurve. Ich mag den Stil und Style – sehr geschlossen, gute Mitmacherquote, teils gut laut.
Spielerisch war das hier mit das beschissenste der Saison. Hertha taktisch ein Hühnerhaufen, der HSV im Aufbauspiel ein Trauerspiel – sicherlich ist die Anspannung und Nervosität entsprechend hoch, aber ein paar Offensivmöglichkeiten sollte man schon herausspielen.
Spandau lud zur Übernachtung ein, morgens ging es dann zurück.


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Statistik:
Tore:
0:1 (57. Min., Ludovit Reis)
Schiedsrichter:
Harm Osmers (SV Baden)
Zuschauer:
75.500 (ausverkauft) Olympiastadion, Berlin
Aufstellung:
Hertha BSC:
Oliver Christensen - Anga Dedryck Boyata - Marc Oliver Kempf - Maximilian Mittelstädt - Peter Pekarik - Marvin Plattenhardt - Niklas Star k(70. Min., Linus Jasper Gechter) - Suat Serdar (70. Min., Marco RIchter) - Lucas Tousart - Ishak Belfodil (80. Min., Myziane Maolida) - Luca Wollschläger (46. Min., Stevan Jovetic)
Hamburger SV:
Daniel Heuer Fernandes - Moritz Heyer - Miro Muheim - Maximilian Rohr(58. Min., Josha Vagnoman) - Sebastian Schonlau - MarioVušković - Sonny Kittel (91. Min., Jan Gyamerah) - Jonas Meffert - Ludovit Reis - Robert Glatzel - Bakery Jatta (73. Min., Mikkel Kaufmann)
 
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